Das größte sozialpädagogische Segelprojekt Europas – die Mirno More Friedensflotte – wurde 1994 vom Niederösterreicher Christian Winkler gegründet und innerhalb von nur 15 Jahren von einer kleinen Privatinitiative zum weltweit einzigartigen Großprojekt ausgebaut. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche segeln dabei eine Woche lang durch die kroatische Inselwelt, werfen Hass und Vorurteile über Bord, trainieren friedliche Konfliktlösung und schließen Freundschaften quer über ethnische, soziale und religiöse Grenzen. Die positiven Effekte, die erzielt werden, sind u.a. Stärkung von Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. 1994 waren es drei Boote mit 17 Kindern, 2009 konnten bereits knapp 1.000 TeilnehmerInnen dieses einzigartige Abenteuer miterleben. Kompakte Infos dazu sind im Jahresbericht 2009 des Vereins Mirno More enthalten: http://www.mirnomore.org/fileadmin/files/MM-Doku_2009_WEB-Version.pdf
Text von Christian Winkler
Die Pläne zur weltweiten Verbreitung
Nun soll das erfolgreiche Konzept auf der ganzen Welt verbreitet werden. Ein Verein mit dem Namen „World Peace Fleet – Verein zur weltweiten Verbreitung der Friedensflotte“ wurde zu diesem Zweck gegründet: zahlreiche Friedensflotten sollen rund um den Globus entstehen, zehntausende sozial benachteiligte Kinder sollen in den Genuss dieses einzigartigen Abenteuers kommen. Die eigentlichen Projektziele sollen dabei mit Hilfe der „Social Franchise“-Methode von den neu zu gründenden Partnerprojekten ebenso übernommen werden wie Qualitätsstandards, Knowhow und PR-Konzepte. Damit soll erreicht werden, dass immer mehr Kinder und Jugendliche von den positiven Lerneffekten in Richtung Toleranz und friedliche Konfliktlösung profitieren und die zahlreichen Friedensflotten in aller Welt einen echten Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung leisten.
Social Franchising
Zunächst war es notwendig, eine Methode zu finden, die alle zukünftigen Tochterprojekte zur Einhaltung jener bewährten Mirno More-Qualitäts- und Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet, die zum Schutz der jungen FriedensseglerInnen unerlässlich sind. Was in der Wirtschaft alltäglich ist, nämlich die Verbreitung erfolgreicher Geschäftsmodelle mit dem Franchise-System, hat neuerdings auch in der „Sozialbranche“ Einzug gehalten. So war es naheliegend, diese Methode bei der Verbreitung der Friedensflotte einzusetzen. Mittels Lizenzvergaben und Franchiseverträgen werden den Partnerprojekten umfangreiche Qualitätsstandards vorgeschrieben, im Gegenzug werden sie mit Knowhow und kompetenter Beratung versorgt.
Unterstützung durch den Mutterverein
Christian Winklers Nachfolger in der Mirno More Vereinsleitung, die seit zehn Jahren an der Errichtung eben jener Standards gearbeitet und damit den großen Projekterfolg ermöglicht haben, unterstützen die neuen Pläne bestmöglich. Insbesonders das Führungsduo – Obmann Leo Frey und der operative Leiter DI Dr. Michael Fuchs MBA – helfen persönlich mit, das Projekt der weltweiten Verbreitung auf Kurs zu bringen.
Der Verein World Peace Fleet
Als Träger des Projektes wurde im Sommer 2010 der neue Verein World Peace Fleet gegründet. Obmann ist Peter Hiller, der schon in den Mirno More-Gründungsjahren im Vorstand mitgearbeitet hatte und auch im Jahr 2008 – nach Winklers unfallbedingtem Ausfall – interimistisch als Mirno More Geschäftsführer tätig war. Die Aufgabe des neuen Vereins ist es, die Gründung von Mirno More- Tochterprojekten weltweit zu fördern und deren Aufbau zu unterstützen.
Aller Anfang ist schwer – Sponsoren gesucht!
Wie bei vielen neu gegründeten Organisationen sind auch beim Verein World Peace Fleet für den Aufbau noch kaum finanzielle Mittel vorhanden. Eine Querfinanzierung durch den Mutterverein Mirno More ist in Rücksicht auf dessen Budget nicht möglich. Das wichtigste Anliegen ist es daher, Sponsoren mit Mut und Weitblick an Bord zu holen. Diese werden als „Sponsoren der ersten Stunde“ in der zukünftigen PR-Arbeit des Vereins im Vordergrund stehen.
Erste Projektpräsentation auf respekt.net
Die junge Internet-Projektbörse www.respekt.net hat nun dem Verein World Peace Fleet den ersten offiziellen Auftritt ermöglicht. Hier ist es möglich, schon mit Beträgen ab 30,- Euro zur Starthilfe beizutragen. (Im Suchfeld „WorldPeaceFleet“ eingeben.) Direktlink: http://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/100/
Das Ziel für 2011
Die Gründung von zumindest drei Tochterprojekten wollen Christian Winkler und seine Mitstreiter im nächsten Jahr realisieren: „Die erste Mirno More Friedensflotte war auch mit drei Schiffen unterwegs und jetzt sind es mehr als hundert – warum sollte man also daran zweifeln, dass in 15 Jahren weltweit hundert Friedensflotten segeln?“
Kontakt:
christian.winkler@worldpeacefleet.org
http://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/100/